
Am 22. Mai 2026 findet der mittlerweile 10. Welt-Präeklampsie-Tag statt.
Der Monat Mai macht auf eine ernsthafte Komplikation in der Schwangerschaft aufmerksam.
Die Mutter und das Kind kann gefährdet werden, wenn sie nicht früh erkannt wird.
Ziel: über Warnzeichen, Risiken und wichtige Vorsorge aufklären.
Welt-Präeklampsie-Tag 2026:
Gefahr erkennen, Leben schützen

Warum Vorsorge so wichtig ist
Heute können wir mehr tun als früher:
Dank moderner Screening-Verfahren in der frühen Schwangerschaft (Ersttrimester ca. 11.–14. Woche) lässt sich Ihr persönliches Risiko bereits lange vor ersten Symptomen abschätzen.
Bei einem erhöhten Risiko können frühzeitige Maßnahmen – etwa durch eine gezielte medikamentöse Unterstützung und regelmäßige Vorsorgetermine– das Risiko für schwere Komplikationen deutlich senken.
Ihr Weg: Aktiv handeln
-
Frühzeitige Beratung: Sprechen Sie Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt aktiv auf ein Präeklampsie-Screening an. Nehmen Sie Vorsorgetermine wahr.
-
Warnzeichen ernst nehmen: Zögern Sie nicht, bei Beschwerden sofort ärztlichen Rat einzuholen. So können sie aktiv bei der Behandlung mitwirken.
-
Nachsorge ist Lebenssache: Nach einer Präeklampsie ist Ihr Körper belastet. Eine gute medizinische Nachsorge ist wichtig für Ihre langfristige Gesundheit, insbesondere für Nieren, Leber, Herz und Gefäße.(ggf. neurologische Vorsorge)

Früh handeln – für Sie und Ihr Baby.
Downloads zum Welt-Präeklampsie-Tag 2026
- zum teilen auf Instagram
- zum downloaden und weitergeben
- zum Ausdrucken

Symptome und Anzeichen einer Präeklampsie




Postpartale Präeklampsie & Postpartales HELLP-Syndrom
Die postpartale Präeklampsie ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung, die nach der Geburt auftreten kann. Meist innerhalb der ersten 48 Stunden, aber auch noch bis zu 6 Wochen danach.
Typische Warnzeichen sind z.B.
- hoher Blutdruck,
- starke Kopfschmerzen,
- Sehstörungen,
- Wassereinlagerungen,
- Oberbauchschmerzen
- Eiweiß im Urin.
Unbehandelt kann sie zu schweren Komplikationen wie Krampfanfällen, Schlaganfall oder einem HELLP-Syndrom führen.
Bei solchen Beschwerden sollte noch am selben Tag ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.




Nachsorge nach Präeklampsie, HELLP-Syndrom und Eklampsie
Viele Frauen denken, dass mit der Geburt auch die gesundheitlichen Risiken enden.
Doch eine Präeklampsie kann Auswirkungen auf die langfristige Gesundheit haben – insbesondere auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel.
Genau hier setzt der Nachsorgepass an:
📖 Er begleitet betroffene Frauen nach der Schwangerschaft und hilft dabei, wichtige Kontrolluntersuchungen im Blick zu behalten.
Der Nachsorgepass unterstützt dabei:
➡️ individuelle Risikofaktoren zu erkennen
➡️ wichtige Nachsorgeuntersuchungen zu dokumentieren
➡️ die eigene Gesundheit langfristig im Blick zu behalten
➡️ mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten im Gespräch zu bleiben
Denn Wissen schafft Sicherheit – und Nachsorge ist Vorsorge. 💛
Den Nachsorgepass kann in gedruckter Form bei uns im Shop erworben werden oder steht im Downloadbereich zur Verfügung.


Norman – ein betroffener Vater schreibt:
“Februar 2025 – ein Umzug, Vorfreude – und dann bricht alles zusammen
Im Februar 2025 standen Annika und ich mitten in unserem Umzug von Frankfurt nach Langen. Eine größere Wohnung, mehr Platz, der nächste Schritt als werdende Familie.
Annika war in der 29. Schwangerschaftswoche. Das Wochenende war anstrengend, aber schön – viele Freunde und Familie halfen uns, wir freuten uns auf das, was vor uns lag.
Am Ende des Wochenendes erwähnte Annika, dass ihre Hände und Füße ungewöhnlich geschwollen seien, dazu ein rötlicher Ausschlag. Für uns wirkte das wie typische Schwangerschaftsbeschwerden – vielleicht in Kombination mit Stress vom Umzug.
Am Montagabend, dem 24. Februar, saßen wir in unserer neuen Wohnung zwischen Kisten und Chaos und aßen gemeinsam. Kurz darauf bekam Annika plötzlich Bauchschmerzen. Auch das schoben wir zunächst auf die Schwangerschaft.
In der Nacht änderte sich alles.
Ich wachte davon auf, dass Annika sich im Bad übergab.
Es hörte nicht mehr auf. Immer wieder. Jede Runde schwächte sie mehr. Irgendwann hatte ich ihr ein Lager vor der Toilette gebaut, damit sie sich zwischen den Anfällen kurz ausruhen konnte.
Gegen halb sechs morgens kam sie völlig entkräftet ins Bett zurück und sagte nur noch:
„Ich kann nicht mehr.“
Ich rief den Notruf.
Der Moment, in dem alles kippt
Als die Rettungskräfte eintrafen, lag Annika völlig erschöpft auf dem Badezimmerboden. Dann kam es plötzlich zu einem epileptischen Anfall.
Ihr Körper verkrampfte sich, sie reagierte nicht mehr – und ich war mir sicher: Sie stirbt gerade.
Krankenhaus – und die nächste Eskalation
Im Krankenhaus wurde eine schwere Präeklampsie diagnostiziert. Zunächst wollten die Ärzte die Schwangerschaft noch hinauszögern.
Doch dann kam die nächste dramatische Wendung: Im MRT wurde eine größere Hirnblutung festgestellt.
Die Situation war lebensbedrohlich.
Ein Notkaiserschnitt musste sofort durchgeführt werden.
Ich verabschiedete mich von Annika mit den Worten:
„Du schaffst das.“
Dann wurde sie aus dem Raum geschoben.
Und ich war plötzlich allein.
Unsere Tochter – und gleichzeitig die größte Angst
Unsere Tochter Paula kam mit 995 Gramm zur Welt. Ich lernte sie alleine kennen – während Annika gleichzeitig um ihr Leben kämpfte.
Ich stand zwischen zwei Extremen: unendlicher Liebe für dieses kleine Wesen und der Angst, meine Partnerin zu verlieren.
Tage zwischen Hoffnung und Abschied
Annika wurde ins Uniklinikum verlegt. Es kam zu weiteren Hirnblutungen, sie musste mehrfach operiert werden.
Ihr Zustand war lebensbedrohlich.
Ein Arzt sagte mir am Telefon, ich müsse mich darauf einstellen, mich von ihr zu verabschieden.
Diese Tage waren die schwersten meines Lebens.
Mein Alltag bestand aus zwei Orten: der Neonatologie – und der Intensivstation.
Dazwischen: Organisation, Entscheidungen, Kommunikation mit Familie und Freunden – alles im Ausnahmezustand.
Und gleichzeitig entwickelte ich eine tiefe Bindung zu Paula.
Ich wusste nur eines:
Ich muss funktionieren. Für sie.
Der Weg zurück
Nach etwa zehn Tagen im Koma zeigte Annika erste Reaktionen.
Bewegungen. Geräusche. Schließlich geöffnete Augen.
Sie war verändert, orientierungslos, oft verwirrt – aber sie war da.
Ein besonderer Moment war ihr erstes Treffen mit Paula, das das Krankenhaus möglich machte. Für eine Stunde.
Alltag im Ausnahmezustand
Nach 52 Tagen durfte Paula nach Hause.
Annika war zu diesem Zeitpunkt noch in Reha.
Ich war mehrere Wochen allein mit einem Frühchen zu Hause – und gleichzeitig für Annika verantwortlich.
Überfordert, erschöpft – aber ich funktionierte.
Diese Zeit hat eine besondere Verbindung zwischen mir und meiner Tochter geschaffen, für die ich heute sehr dankbar bin.
Heute
Ein Jahr später ist vieles anders.
Annika lebt mit bleibenden Einschränkungen. Unser Alltag ist geprägt von Therapien, Arztterminen und neuen Herausforderungen.
Aber wir sind zusammen.
Als Familie.
Wir haben es zurück ins Leben geschafft – Schritt für Schritt.
Was wir mitgeben möchten
Nehmt Warnzeichen ernst.
Vertraut eurem Gefühl.
Und: Gebt nicht auf.
Auch wenn Situationen aussichtslos erscheinen – es gibt Wege zurück.”










